Fledermäuse, Frust und viel Spaß

Spannung, Fackelschein und treffsichere Nachwuchstalente: Nach einer mehrjährigen Pause kehrte unser beliebtes Fledermausturnier der Bogenschützen endlich zurück. Gemeinsam mit dem Fledermäuschen-Turnier für Kinder und Jugendliche wurde das Wochenende zu einem vollen Erfolg für uns als Verein und lockte Schützinnen, Schützen sowie Gäste aus ganz Hessen an.

Fledermäuse und Fackelschein

Nach den Probepfeilen um 19:30 Uhr ging es um 20:00 Uhr zur Sache. Geschossen wurde auf eine Enfernung von 30m, welche für geübte Schützen kein Problem darstellt. Jedoch waren die Scheiben in Form einer Fledermaus ausgeschnitten. Was an der Schießlinie noch aussah, wie sauber ins Gold getroffen entpuppte sich vorne als eine Lücke zwischen Ohr und Flügel der Fledermaus – Damit 0 Ringe. Geschossen wurde in Dreierpassen, also drei Pfeile pro Durchlauf in 120 Sekunden – das ganze 24-mal. Der Modus sorgte unter anderem auch dafür, dass das Turnier etwas in die Länge gezogen wurden. Die eigentliche Schwierigkeit kam erst später: Die einsetzende Dunkelheit.

Bei zunehmender Dämmerung wurde es für die Schützen immer schwieriger, die Pfeile einzunocken. Man hat den Nockpunkt an der Sehne nicht mehr richtig gesehen, eher gefühlt. Auch Zielen wurde immer schwerer – Die Scheiben wurden vorne lediglich von Fackeln beleuchtet.

Am Ende wurden die Sieger der jeweiligen Klasse geehrt. Der Wanderpokal, eine Fledermaus mit leuchtenden Augen, geht diesmal nach Haiger. Die Schützengesellschaft 1890 Haiger konnte zwei Mannschaften stellen und hatte somit die höchste Mannschaftswertung, was ihnen am Ende den Pokal einbrachte. Aber, damit geht auch die Pflicht einher, beim nächsten Fledermausturnier wieder anzutreten und den Pokal zu verteidigen.

Eine besondere Ehrung ging an eine Junge Schützin, die in einem Elben-Gewand angetreten ist.

Ein Turnier für den Nachwuchs

Am Sonntag ging es in der Früh direkt weiter mit dem Fledermäuschen Turnier. Es ist eine Abwandlung des Vorabends, aber nur für Kinder und Jugendliche. Das Turnier ist primär an neue, junge Schützen gerichtet, die mit dem Ablauf auf Turnieren noch nicht vertraut sind: Ampelanlage, Horn-Signal, AB/CD Schießen etc.

Aber auch die Jüngsten trafen mit enormer Präzision und lieferten sich in der jeweiligen Klasse ein spannendes Match.

Jeder Teilnehmer bekam eine Urkunde, die ersten drei Plätze erhielten dazu noch Medaillen in Bronze, Silber bzw. Gold. Für die jüngste Teilnehmerin wurde kurzerhand eine neue Klasse „Schüler-C-Special“ erstellt. Mit 8 Jahren und etwa drei Wochen Erfahrung konnte sie hier bereits ihre ersten Turniererlebnisse feiern.

Besucher aus ganz Hessen

Insgesamt haben an den Turnieren 54 Schützen teilgenommen – 23 am Fledermaus- und 31 beim Fledermäuschen-Turnier. Ein Jugendlicher des SG Haiger wollte es ganz genau wissen und hat sogar beide Turniere mitgeschossen. Die Teilnehmer beider Turniere reisten aus ganz Hessen nach Weidenhausen:

  • Ballersbach
  • Eberstadt
  • Fronhausen Lahn
  • Gelnhausen
  • Gießen
  • Haiger
  • Hommertshausen
  • Neu-Isenburg
  • Niederwalgern
  • Niederwetz

Besonders gefreut hat der Besuch zweier Bürgermeisterkandidaten sowie ein Vertreter des Magistrats der Stadt Gladenbach. Dirk Füssmann hat das Fledermausturnier besucht und Jonas Bitterlich kam am Sonntag zum Fledermäuschen Turnier. Am Sonntag stieß auch Jens Urban vom Magistrat dazu. Alle drei waren erstaunt darüber, woher die Schützen gekommen sind, nur um in Weidenhausen an solch einem Event teilzunehmen. Auch war das Verblüffen groß, als wir Erfolge und Chancen unserer einzelnen Schützen sowie unserer Liga-Mannschaft aufzählten. Das war bis dahin kaum einem bewusst. Hier nochmal danke für euren Besuch!

Danksagungen

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Sponsor, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, für die Unterstützung dieser Veranstaltung. Ebenso danken wir der Firma Elkas, die uns erneut den Parkplatz an der alten Justus-Villa zur Verfügung gestellt hat.

Ein großer Dank geht auch an alle, die uns mit kulinarischen Spenden unterstützt haben, sowie an das gesamte Organisationsteam: Die Vorbereitung war spitze und die Durchführung verlief absolut reibungslos. Nicht zuletzt danken wir allen Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz!

Fotos: Herbert Golla
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